[Mottenkiste] Teil 4

Ein Beitrag über den ich mittlerweile ein wenig schmunzeln kann. Leider hat sich dieses Problem bis heute nicht verändert oder gar beheben lassen. Es fällt mir nach wie vor sehr schwer, einfach mal ausreden zu dürfen. Von Zeit zu Zeit entfleucht mir dann doch mal ein „dürfte ich meinen Gedanken noch zum Ende führen, DANN darfst du gern auch was dazu sagen“. Oder sowas in der Richtung. Kommt auf mein Gegenüber an. Immerhin. 😀 „[Mottenkiste] Teil 4“ weiterlesen

[MOTTENKISTE] Teil 2

Wann ist es denn bitte September geworden?! Bald ist Weihnachten und dann schon wieder Sommerferien! Leider hatte ich privat & auf der Arbeit so gut zu tun, dass ich Fusselbiene tatsächlich (Asche auf mein Haupt) völlig vergessen habe. Ich gelobe Besserung. Hier kommt also Teil 2 der Mottenkiste. Es ist einer der Einträge, die mir beim Schreiben fast das Herz gebrochen haben, denn es ging um meinen Uropa. Zwei Monate nach dem folgenden Eintrag ist er leider verstorben… Einige von euch kennen die Posts noch, ich hab danach viele, liebe Worte erhalten. Danke euch dafür. <3 „[MOTTENKISTE] Teil 2“ weiterlesen

[MOTTENKISTE] Teil 1

Hallo und herzlich willkommen zum ersten Mottenkisten-Mittwoch auf Fusselbiene.de – jeden Mittwoch bringe ich gegen 22:00 einen alten Beitrag von Maiblögchen.de online, der mir noch immer am Herzen liegt. Heute ist es “ Das Leben der Studentin“ – einer meiner ersten Posts. Von 2014. Mittlerweile bin ich fertig mit dem Studium, auf das ich mich damals so gefreut habe. Ob ich meine Studienwahl, die sich tatsächlich eher zufällig ergeben hat, bereue? Kein bisschen. Schade ist nur, dass Berufe der sozialen Branche nach wie vor einfach keine Anerkennung in unserer Gesellschaft finden und teilweise gar eben verachtet werden. Menschen müssen funktionieren. Menschen sind nicht berechenbar und planbar, so wie Zahlen, Daten, Fakten, Maschinen. Und genau mit dieser Unberechenbarkeit muss man umgehen können. Und genau deshalb kann eben nicht jede*r Sozi werden. Ein bisschen Feingefühl wäre zum Beispiel nicht schlecht. Just saying. Trotzdem scheinen viele da draußen immer noch der Meinung zu sein, sowieso alles besser zu wissen und alles zu können. „Euch braucht doch keiner“, „Du unterstützt die faulen Leute ja sogar noch mit deiner Arbeit“ – mehr als einmal gehört. Und andere Sätze. Bei denen mir schlecht geworden ist, weil sie an Herzlosigkeit nicht zu übertreffen waren. Empathie ist ein sehr, sehr kostbares Gut. Viel zu viele haben das Feingefühl einer Türklinke. Das ist mir in den letzten 4 Jahren klar geworden. Na, ja. Here we go:

„Hallo?“ „Ja, einen schönen guten Tag, bin ich da bei Frau S. raus gekommen?“ „Ja, die ist am Telefon.“ „Frau S., es freut mich, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie im Losverfahren an der Hochschule MW angenommen wurden. Der Unterricht beginnt Montag früh.“

Das waren sie, die Worte, die mich endlich zu einem Sozialarbeiter werden lassen. Und dieses Gespräch ist nun schon genau 20 Tage her. Ich bereue es nicht, mir Hals über Kopf eine Wohnung gesucht zu haben um festzustellen, dass meine Fakultät ca 20 km weiter weg ist. Wenn alles gut geht, ziehen wir im Sommer endlich nach MW – drückt uns mal alle die Daumen, das uralte Gebäude, in dem wir jetzt sind, ist zwar schön aber eben alt. Und kalt.

„Soziale Arbeit beginnt dort, wo alle anderen aufgeben.“ (Peter Schütt)

Was ist das eigentlich – soziale Arbeit?

Mein Arbeitsfeld ist ziemlich sicher eines der größten und vielfältigsten, die es gibt. Ich unterstütze Menschen in besonderen Lebenslagen. Zum Beispiel Geflüchtete, Schwangere, Familien, Kinder, Alte etc. pp. Das lässt den Beruf wahrscheinlich kaum langweilig werden.

Warum möchte jemand Menschen helfen, sich selbst zu helfen, der so viele negative Erfahrungen mit Menschen gesammelt hat?

Ganz einfach: gerade weil ich so viele negative Dinge erlebt habe. Ich war so oft an dem Punkt einfach nur Schluss zu machen, ich hätte selber jemanden brauchen können, der mir zuhört und mir helfen will. Und ich weiß, dass ich nicht der einzige Mensch bin, der Probleme hat, also will ich es einfach verhindern, dass die, mit denen ich später arbeite, genauso leiden müssen, wie ich. Ich will niemanden allein lassen, solange ich etwas tun kann. Daher finde ich, dass das Zitat perfekt passt.

Soziale Arbeit soll nicht einfach nur mein Job werden, es soll meine Berufung sein. Dafür geh ich auch gern durch tausende Referate, Belegarbeiten und Praktika.

<3

Keine Sorge. Es ist noch immer so, wie in den letzten beiden Absätzen geschrieben. Ich denke nur mittlerweile auch über einen Master nach. Vorzugsweise einen, in dem ich Sprachen und Soziales kombinieren kann. Wenn du eine Idee hast, die mir weiterhelfen kann, bitte schrei mich an. (Das „schrei“ ist kein Schreibfehler. 😀 )

So, Schadzerl. Ho finito.

Bis nächsten Mittwoch!
<3